Unsere Philippinen Reise 2009 / 2010 führte uns zum Schluss nach Malapascua, eine kleine Insel nördlich von Cebu. Von Cebu City ging es nach Maya, einem kleinen Dorf im Norden von Cebu mit einem genau so kleinen Hafen. Mit dem Auto dauert die Fahrt etwa 3 Stunden. Von dort fahren kleine Auslegerboote direkt nach Malapascua. Eins vornweg, einen richtigen Anlegesteg gibt es nicht, man muss über ein schmales Brett an Bord, nachdem man es geschafft hat, die Steine zu überwinden, die nach unten führen. Die Seeleute sind einem aber dabei behilflich, das Gepäck wird durch sie verladen und sie sind zufrieden, wenn man umgerechnet 1 Euro pro Gepäckstück als Gebühr zahlt. Auf jeden Fall ist diese Investition gut angelegt, denn selber würde man das Gepäck zwar bis zum Boot bringen, aber spätestens dort ist dann Schluss, denn mit den Taschen über das schmale Brett....also wir haben es nicht versucht.
Die Überfahrt von Maya nach Malapascua dauert je nach Wetterlage etwa 2 Stunden. Wer vorher schon weiss, das er nicht all zu Seefest iist, der sollte vorsorgen und sich eine Reisetablette besorgen, da je nach Jahreszeit die Überfahrt etwas rauh sein kann. Wir waren in der ersten Januarwoche dort, da wehte ein kräftiger Wind und es hat ordentlich geschaukelt. Wenn man dann Malapascua erreicht hat, geht man direkt am Strand an Land. In der Regel landen die Boote in unmittelbarer Nähe des gebuchten Resorts und die Seemänner übernehmen auch hier wieder den Transport des Reisegepäcks, natürlich sind dann auch wieder Gepäckgebühren fällig, die man aber gern zahlt, denn wer möchte schon im Urlaub arbeiten. Das erste was einem auf Malapascua auffällt, es gibt keine Autos, nur ganz wenige Mopeds, keine geteerten Strassen sondern nur Wege und die sind meist aus Sand, Schuhe braucht man hier eigentlich nicht, der Sand ist fein, sauber und vor allem warm.
Für unseren einwöchigen Aufenthalt auf Malapascua haben wir das Hippocampus Resort gebucht. Das Resort hat insgesamt 18 Zimmer, davon die meisten im hinteren Bereich wo sich die Standard und Superior Zimmer befinden und zusätzlich 4 deluxe Beachfront Zimmer im neuen Gebäude direkt am Strand. Wir hatten uns für die deluxe Zimmer entschieden und hatten jeweils ein Zimmer im ersten Stock und eins im Erdgeschoss für unsere mitgereisten Freunde. Die deluxe Zimmer sind ausgestattet mit einem großen Bett, Moskitonetz, 2 kleine Beistelltische, ein grösserer Tisch, ein Doppelwandschrank, Kühlschrank mit Minibar, Klimaanlage, Balkon mit Tisch und 2 Stühlen. Das Bad ist mit Dusche, Waschbecken und Spiegel standardmässig ausgestattet und hat Warm- und Kaltwasser. Vom Balkon hat man einen Klasse Blick auf den Strand und das Meer. Wir würden auf jeden Fall die deluxe Zimmer empfehlen, da der hintere Bereich mit den Standard Zimmern relativ eng und unserer Meinung nach auch sehr dunkel war. Das Restaurant, die Bar und die Rezeption befinden sich direkt am Strand, Bar und Restaurant sind überdacht, aber offen. In den Zimmern gibt es allerdings keine Safes, Wertsachen werden in einem Umschlag versiegelt im zentralen Safe der Besitzer aufbewahrt. W-Lan ist im Resort leider nicht verfügbar, Strom ist 24 Stunden verfügbar. Alles in allem ein schönes Resort direkt am Strand, super Lage allerdings auch mit kleinen Abstrichen.
Daher an dieser Stelle unsere persönlichen Eindrücke, wie wir es während unseres Aufenthaltes empfunden haben. Geleitet wird das Resort von einem Deutschen und seiner philippinischen Frau, die aber mehrere Jahre in Deutschland gelebt und gearbeitet haben. Das beide lange in Deutschland gelebt haben, merkt man auch, wir fanden die Freundlichkeit sehr aufgesetzt und gespielt, hier geht es ganz klar nur ums Geschäft. Die Speisekarte ist gut, aber leider ist nicht immer alles vorrätig. Je länger wir da waren, um so weniger wurde das Angebot, schade denn die Qualität der Speisen war sonst sehr gut. Andere Restaurants am Strand haben da eine bessere Lagerhaltung, da müsste auf jeden Fall nachgebessert werden. Als dann an den letzten beiden Tagen auch das Bier alle war, mussten wir leider auf andere Restaurants bzw. Bars am Strand ausweichen. Leider ist es auch vorgekommen, das der servierte philippinische Rum ab und zu sehr verwässert war, als wir die Chefin daraufhin angesprochen haben, gab es keine Entschuldigung sondern eher eine sehr schroffe Reaktion, die unsere Vermutung das hier ab und zu gepanscht wird, eher bestätigt hat. Das sich die Betreiber bei der Abreise dann auch nicht bei uns verabschiedet haben, hat uns das dann auch noch mal etwas nachdenklich gemacht. Während unseres Aufenthaltes wurden auch einige Angestellte an der Bar ausgetauscht und durch völlig überforderte ungelernte Kräfte ersetzt, wer weiss warum. Vielleicht war es nur während unseres Aufenthaltes so, aber wir berichten auf unserer Homepage so wie wir es empfunden haben.
Ein kleiner Spaziergang in das Inselinnere lohnt auf jeden Fall. Da sich die meisten Resorts auf Malapascua direkt am Strand befinden, hat man die philippinischen Bewohner der Insel von dort verdrängt ins Inselinnere. Wenn man vom Hippocampus Resort nach rechts am Strand entlang läuft, kommt man direkt in die nächste Bucht. Fussweg etwa 10 Minuten am Strand entlang, verlaufen kann man sich eigentlich nicht. In dieser Bucht findet man einige philippinische Häuser und auch zwei Restaurants. Wir haben das La Dolce Vita getestet, direkt am Strand, vorwiegend italienische Gerichte auf der Karte, preiswert und gut. Die Pizza war frisch und lecker. Nach dieser Stärkung sind wir dann weiter in Richtung Inselmitte gelaufen und kamen direkt in das Dorf der Filipinos. Abseits der Touristen Resorts leben diese hier mit einfachsten Mitteln in Bambus Hütten, kochen am offenen Feuer und von Luxus fehlt hier jede Spur. Trotzdem freuen sie sich, wenn sich Touristen hier her verirren und haben auch nichts dagegen, wenn man seine Fotos macht. Eine kurze fragende Geste mit der Kamera genügt und man hat ein schönes Motiv im Kasten. Hier im Dorf findet man auch eine kleine Kirche und einige Sari sari Stores oder kleine Restaurants, die authentische philippinische Küche anbieten zu niedrigen Preisen. Über kleine Geschenke freut man sich hier auf jeden Fall, vor allem Import Schokolade ist gefragt, da kann es schnell zu einem grösseren Auflauf kommen. Wir hatten Tüten mit den kleinen Snickers, Kit-Kat, Mars und Haribo dabei, einzeln verpackt und konnten damit viele Augen zum strahlen bringen, nicht nur die der Kinder. Am Abreisetag haben wir dann noch 2 Tüten mit Sachen und Schuhen hingebracht, die mit grosser Freude angenommen und sofort unter allen gerecht verteilt wurden. Auch die restliche Kosmetik, Sonnencreme und einige Medikamente sind hier gut angekommen und wir hatten den Vorteil, das unser Übergepäck etwas abgenommen hat.
Wenn man nach Malapascua fährt zum Tauchen, dann meist aus einem Grund, Fuchshaie. OK, auch wir sind aus diesem Grund auf die Insel gekommen und waren voller Hoffnung genau diese zu sehen. Die Tauchbasis der Sea Explorer befindet sich direkt neben dem Hippocampus Resort und genau aus diesem Grund haben wir auch dort zum Tauchen eingecheckt. Die Basis ist perfekt organisiert, man wird sofort in alles eingewiesen, und man hat sofort den nötigen Überblick wie alles läuft. Für die eigenen Tauchsachen bekommt man eine Plastekiste, was man nicht mit hat kann man ausleihen.
Die Tauchbasis befindet sich direkt am Strand, also keine langen Wege. Die Tauchausfahrten entnimmt man dem Dive Planer an der Wand und trägt sich einfach ein, wann man tauchen möchte. Los geht es früh ab 5 Uhr mit dem Early Morning Dive zu den Fuchshaien, dann gehts weiter 09:30 Uhr oder 11:30 Uhr, der letzte Tauchgang ist dann der Sundowner zum Lighthouse Reef der als Nachttauchgang endet. Wenn man sich zum tauchen eingetragen hat, muss man sich um nichts weiter kümmern, die Tauchsachen kommen wie von Geisterhand aufs Boot, nur wer mit Nitrox taucht, muss seine Flaschen am Abend vorher prüfen und beschriften. Für die Tagesausfahrten z.B. Gato Island kann man sich im Restaurant Sandwiches machen lassen und mitnehmen, Getränke gibt es an Bord.
Wir hatten Glück und haben beim Early Morning Dive die Fuchshaie gesehen, echt spannende Sache, man kann natürlich auch Pech haben wie eine Gruppe von Tauchern, die 4 mal dort waren und nie welche gesehen haben, eine Garantie gibt es nicht. Empfehlen können wir auch den Tauchgang abends am Lighthouse Reef, nach Sonnenuntergang kann man dort die Mandarinen Fische bei der Paarung beobachten und das ist echt lustig, eine vollgelaufene Maske ist dabei garantiert. Ebenfalls ein Muss ist Gato Island, ein Klasse Tauchplatz mit Höhlen, Haien und anderem Grossfisch. Dieser Tauchplatz kann allerdings nur bei einigermassen ordentlichem Wetter angefahren werden, etwas seefest sollte man schon sein. Alles in allem hat das Tauchen hier grossen Spass gemacht, schaut Euch einfach die Galerie an und Ihr werdet verstehen warum Malapascua ein Klasse Tauchrevier auf den Philippinen ist.
Die Rückreise von Malapascua nach Cebu erfolgt ebenfalls wieder mit dem Boot nach Maya. Wenn Niedrigwasser ist, kann man allerdings nicht direkt an Land. Das Boot ankert vor dem Hafen und der Transport von Gepäck und den Reisenden erfolgt mit kleinen Booten, die sehr sehr abenteuerlich sind, nur nicht drüber nachdenken, einsteigen und los. Heil am Ufer angekommen, gibt man auch diesen Bootsfahrern ein kleines Taschengeld, angemessen sind auch hier für jeden ca. 1 Euro. Von Maya ging es für uns dann zurück nach Cebu City zum Flughafen, für dieses Mal war unser Philippinen Urlaub zu Ende.