
Vom Los Angeles International Airport (LAX) ging es mit dem Auto nach Los Angeles Downtown direkt zu unserem Hotel. Das Hotel City Center in der Figueroa Street 1020 ist ein ehemaliges Holiday Inn Hotel und hat die besten Jahre bereits hinter sich. Als wir dort waren, wurde ich den Eindruck nicht los, das die Betreiber nicht genau wissen, was sie mit dem Hotel vor haben, abreissen oder renovieren. Die Rezeption machte da noch den besten Eindruck, nett, hilfsbereit und schnell beim einchecken. Zimmerwünsche wurden berücksichtigt, das Auto wurde durch das Personal in der hoteleigenen Tiefgarage geparkt (kostenpflichtig). Die Zimmer waren sauber, sehr geräumig aber auch hier war alles schon etwas alt und abgewohnt, 2 grosse Betten, Tisch, Stühle, Sessel, Bad mit Toilette aber leider kein Safe auf dem Zimmer. Safe konnte man mieten an der Rezeption. Auf dem Gang findet man Getränkeautomaten.
Direkt an der Rezeption befindet sich ein kleiner Shop, dort gibt es Getränke, Kosmetikartikel, Postkarten und Telefonkarten, geöffnet hat dieser Shop allerdings nur bis 21 Uhr. Im Hotel gibt es zwar ein Restaurant, das hatte aber zu unserer Zeit geschlossen wegen Renovierung. Das Hotel hat einen Pool und einen Fitnessraum, beides haben wir nicht genutzt, sah aber auch nicht sehr einladend aus. Das Hotel befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Staples Center, einige Restaurants sind in unmittelbarer Nähe, ein Freizeitzentrum mit Kino, Bowlingbahn und Diskothek findet man direkt gegenüber. Ein Tip an dieser Stelle, man sollte sich unbedingt etwas zu trinken besorgen, im Hotel kann man nichts kaufen wenn der Shop zu hat. Es gibt zwar einige Getränke Automaten auf dem Gang, aber die waren ziemlich teuer. Wir haben für 2 Nächte inkl. Steuern 290 USD bezahlt zuzüglich Parkgebühren. Wenn Ihr unten auf die Fotos klickt, könnt Ihr Euch einige Hotel Bilder anschauen.
Für uns stand nun die Frage, was macht man in Los Angeles wenn man nur ein Wochenende zur Verfügung hat, ganz einfach, man nimmt sich ein Auto, einen Reiseführer und fährt einfach los. Ein Muss ist allerdings ein Navigationssystem mit einer aktuellen Karte von Nordamerika und ein ungefährerer Plan was man unbedingt sehen möchte. Um sich erst mal einen Überblick im wahrsten Sinne des Wortes zu verschaffen, wollten wir natürlich unbedingt die Hollywood Buchstaben sehen und vor allem mal die Stadt von oben sehen.Das kann man am Besten vom Griffith Park Observatory aus tun, das erreicht man über die Fwys. 2/101, Abfahrt Western Ave., von Ost Hollywood direkt über die Vermont Ave. oder über die I-5, über mehrere Serpentinen gelangt man direkt zum Observatory. Direkt davor ist zwar ein Parkplatz, aber dort einen zu bekommen ist so gut wie aussichtslos. Am besten man fährt bis hoch und merkt sich, wo auf der hinaufführenden Strasse ein freier Parkplatz ist und nutzt diesen, das hat auch den Vorteil, das man nichts bezahlen muss. Auf dem Weg nach oben hat man einen schönen Blick über den Griffith Park und auch auf die Hollywood Buchstaben. Vom Griffith Park Observatory hat man einen herrlichen Blick über Los Angeles und den Park. Das Observatorium selber kann man von aussen bestaunen und rings herum gehen, die Hall of Science ist frei zugängig ebenso wie das riesige Zeiss-Doppelteleskop, der Rest wie z.B. das Planetarium kosten Eintritt. Das Samuel Oschin Planetarium kostet für Erwachsene 7 USD, für Kinder 3 USD und für Studenten und Senioren 5 USD Eintritt.
Nach diesem ersten Überblick ging es dann direkt nach Hollywood auf den Hollywood Blvd. und damit auf den Walk of Fame. Mehr als 1800 Hollywood Sterne auf beiden Seiten der Strasse wollen angeschaut werden. Allein hier könnte man schon einen ganzen Tag verbringen und hat doch nicht alles gesehen, vorbei am Kodak Theater, am Hollywood Wax Museum, dem Chinese Theater bis zur Church of the Holy Sacrament. Unterwegs trifft man unzählige Disney Figuren und bekannte Persönlichkeiten, teilweise gut gemacht, teilweise schon sehr gewöhnungsbedürftig. gegen ein kleines Entgelt kann man sich fotografieren lassen mit Michael Jackson oder mit Edward, der mit den Scherenhänden. Unterwegs gibt es unzählige Geschäfte mit typisch amerikanischem Hollywood Kram, hier findet man die tollsten Mitbringsel für die Daheim gebliebenen, vom California Nummernschild bis zum Oscar. Wer noch mehr Zeit hat, findet in der Nähe auch den bekannten Sunset Blvd. und die Melrose Ave. mit dem Melrose Strip.
Von Hollywood sind wir dann weiter in Richtung Hwy. 110 gefahren und über diesen Hwy. zum Hafen von Los Angeles dem L.A.`s World Port, dem grössten Hafen auf dem amerikanischen Kontinent. Der Hafen ist gigantisch und bei untergehender Sonne noch sehenswerter. Überragt wird das Hafengebiet von der Vincent Thomas Bridge, die man überquert um zu einer alten Lady zu gelangen, dem Kreuzfahrtschiff Queen Mary aus dem Jahr 1934. Heute ist das Schiff ein Hotel, man kann aber ungehindert an Bord gehen und etwas Kreuzfahrer Romantik geniessen. Das Schiff wurde komplett restauriert, hat mehrere Restaurants und auch die original Bar ist geöffnet. Nach Sonnenuntergang hat man einen herrlichen Blick auf den Hafen und die Vincent Thomas Bridge. Diesen Ausflug sollte man sich nicht entgehen lassen. Neben der Queen Mary liegt auch ein russisches U-Boot. Beides kann man auch von innen besichtigen, vorausgesetzt man ist vor 18 Uhr an Ort uns Stelle. Weitere Informationen zur Queen Mary findet Ihr in unserem Reisebericht USA Westküste.
Natürlich hat Los Angeles auch super Strände, im Norden die etwa 40 Meilen lange Santa Monica Bay, bekannt auch aus der Fernsehserie Baywatch, weiter in Richtung Süden dann der bekannte Venice Beach mit unzähligen kleinen Shops, Modelabels, Surfshops und vielen Cafes und Kneipen. Leider hatten wir nur wenig Zeit für einen Strand Abstecher, aber lohnen tut es sich auf jeden Fall. An einigen Strassenabschnitten kann man fast bis an den Strand fahren, an anderen gibt es grosse kostenpflichtige Parkplätze direkt am Strand. Auch weiter in Richtung Süden gibt es schöne Strände, die wir aber leider aus Zeitgründen nicht mehr anschauen konnten. Abends und Nachts sollte man aber etwas vorsichtiger sein und nicht unbedingt den Strand aufsuchen, da es immer wieder zu Raubüberfällen kommen soll und auch das Drogengeschäft vor allem am Venice Beach immer noch existent ist, wir wurden dahingehend von einigen zur Vorsicht angehalten. Etwas Zeit sollte man schon einplanen, vom Hotel bis zur Küste waren wir fast eine Stunde unterwegs und wenn man unterwegs noch einige Fotos machen möchte, dauert es natürlich noch länger.
Von Los Angeles kommt man in ca. 2,5 Stunden zum Joshua Tree Nationalpark, der eine der schönsten Landschaften des amerikanischen Westens beinhaltet. Direkt an den Zufahrten zum Nationalpark gibt es kleine Ranger Hütten bzw. Besucherzentren, die ausreichend Info- und Kartenmaterial bereithalten, teilweise auch in deutscher Sprache. Der Park selber ist geprägt von riesigen Granitfelsen, die von vielen Bergsteigern genutzt werden und wunderschöne Fotomotive bieten. Kakteen in grosser Vielfalt, schöne Aussichtspunkte und mit etwas Glück auch typische Wüstentiere, wie zum Beispiel der Goldadler, Kojote, Präriehase, Luchse aber auch Taranteln und Klapperschlangen. Hier kann man auch den “Roadrunner” auf deutsch Strassenläufer beobachten, den sicher viele aus dem Zeichentrickfilm kennen, aber Vorsicht ist geboten, denn der Roadrunner läuft auf den Strassen und wenn man nicht aufpasst kommt er schnell unter die Räder des Autos.
Vom Joshua Tree Nationalpark ging es für uns wieder zurück in Richtung Los Angeles mit einem Abstecher nach Palm Springs. Auf dem Hwy. 111 kommt man direkt in das Zentrum von Palm Springs. Ein Highlight erreicht man über den nördlichen Ortseingang über die Tramway Rd. die zur Talstation der berühmten Gondelbahn Palm Springs Aerial Tramway führt. Die von einer Schweizer Firma 1963 installierte Seilbahn besteht aus 2 Gondeln für jeweils 80 Passagiere die im halbstündigen Turnus auf etwa 2840 m hinauf fährt. Die Gondel hat im inneren eine rotierende Plattform von der man damit eine phantastische Rundumsicht hat. Die Fahrt von der Talstation führt durch fünf unterschiedliche klimatische Ökosysteme, von der glühenden Hitze der mexikanischen Sonora Wüste bis hinauf zur alpinen Wildnis der Berge mit schneebedeckten Gipfeln. Oben angekommen hat man eine super Aussicht auf Palm Springs und die angrenzende Sonora Wüste. Die Bergstation bietet verschiedene Aussichtspunkte und Wanderwege, die sich auf etwa 54 Meilen Streckenlänge summieren. 2 Restaurants sind ebenfalls vorhanden, eins mit Bedienung und etwas teurer, das andere ist SB und dementsprechend preiswerter. Auf jeden Fall sollte man bei diesem Trip an eine Jacke denken, denn oben ist es etwa 15 Grad kühler als im Tal. Geöffnet ist an Wochentagen ab 10 Uhr, am Wochenende ab 8 Uhr. Die Bahn verkehrt alle 30 Minuten. Die Fahrt kostet für Erwachsene 19,95 USD (ab 15 Uhr), davor 24,95 USD. Wenn man ADAC Mitglied ist, bekommt man mit Vorlage der Karte den gleichen Rabatt wie nach 15 Uhr.