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Road Trip von Denver nach Las Vegas 2022

14.09.2022 bis 06.10.2022

Nach 2 Jahren Corona Zwangspause war es am 14.September 2022 endlich wieder so weit, wir konnten endlich wieder in die USA. Unser Road Trip 2022 startete in Denver, weiter zum Rocky Mountains Nationalpark nach Grand Lake und Grand Junction, weiter nach Moab mit dem Arches NP, Deadhorse Point State Park und dem Canyonlands NP. Von Moab weiter nach Torrey, mit Abstecher zum Goblin Valley State Park und zum Capitol Reef NP. Weiter ging es dann über Escalante zum Bryce Canyon und weiter nach Page. Von Page sind wir dann zum Grand Canyon North- und South Rim bis nach Williams mit einer Zwischenübernachtung in Jakob Lake. Von Williams ging es dann nach Seligman, Kingman und Oatman bis nach Lake Havasu City. Vor dort dann direkt nach Las Vegas und von dort  am 06.10.2022 zurück nach Deutschland. Hier nun unser Reisebericht vom Rad Trip 2022.

Denver - 14.09.2022 bis 17.09.2022

Auf Grund einer Verspätung der Lufthansa sind wir erst Abends 22:30 Uhr in Denver gelandet. Die Einreiseformalitäten waren recht schnell erledigt und auch das Gepäck war schnell da. Erster Weg führte mit dem Shuttle Bus zum Mietwagen Terminal. Wir hatten diesmal über Check 24 gebucht, einen Midsize SUV, der Verleiher war Thrifty, Preis für 3,5 Wochen war 1225 Euro zuzüglich der One Way Miete in Höhe von 225 €, da wir das Auto in Las Vegas zurückgeben. Vor Ort war die Auswahl nicht besonders groß, aber wir hatten Glück, für einen Aufpreis von 110 USD hatten wir einen Standard SUV, Chevrolet Equinox, nicht der neueste und mit kleinen optischen Schäden, aber technisch alles OK. Als Kaution wurden 250 USD auf der Kreditkarte geblockt.

Von Thrifty ging es dann endlich direkt zum Hotel La Quinta by Wyndham Denver Gateway Park, ca. 20 km vom Airport entfernt, dort hatten wir für 3 Nächte gebucht mit Frühstück zum Preis von 339 € für das Doppelzimmer mit Kingsize Bett. In der direkten Umgebung gibt es einige Fastfood Restaurants und einen 7 Eleven Laden.

Am nächsten Tag war erst mal Frühstück bei Dennys angesagt und dann Shopping im Denver Premium Outlet Center und ein wenig die Stadt erkunden die nicht all zu viel zu bieten hat, und am letzten Tag natürlich einkaufen für den Road Trip bei Walmart. Wenn man sich in Denver etwas ansehen möchte, dann würden wir das State Capitol empfehlen, Eintritt ist frei, die autofreie Fußgänger Zone ganz in der Nähe (16 th Street) ist schnell erreicht und ganz nett für einen kurzen Besuch. Etwas weiter entfernt gibt es den Lookout Mountain Park mit dem Grab und einem Museum von und über Bufallo Bill, von dort hat man auch einen tollen Blick auf Denver. Ein Halbtagesausflug zum Mount Eavens ist ebenfalls zu empfehlen, zu beachten ist dabei, das man ab Ende September nicht mehr bis auf die Spitze des Berges kommt, da die Straße dann schon wegen Schnee gesperrt ist.

Etappe 1: von Denver nach Grand Lake (240 km)

Nach 3 Tagen Denver ging es heute endlich los, Start unseres Road Trip früh 07:30 Uhr bei 15° Celsius und Sonnenschein. Von Denver ging es auf dem Hwy 36 bis nach Estes Park und von dort direkt zum Visitor Center des Rocky Mountain Nationalpark. Von Denver bis zur Parkeinfahrt haben wir 2,5 Stunden gebraucht. Wenn man nicht direkt durch den National Park fahren möchte und vorher noch den Abstecher zum Bear Lake plant, dann sollte man das rechtzeitig einplanen, da für die Bear Lake Road ein Permit erforderlich ist. Das kann bzw. muss man vorab auf der Homepage des National Park buchen, ansonsten kann man diese Straße nicht befahren. Natürlich hatten wir uns das Permit vorher gebucht und sind über die Bear Lake Road zum Bear Lake gefahren. Der Abstecher lohnt sich auf jeden Fall, tolle Gegend und ein schöner See, der in ca. 1,5 Stunden umrundet werden kann und tolle Foto Motive bietet.

Vom Bear Lake geht es wieder zurück über die Bear Lake Road und dann weiter auf der 34 durch den National Park. Nächste Station auf der Strecke ist dann das Alpine Visitor Center auf 3713 m, dort hatten wir Temperaturen um die 5° Celsius und man merkte die Höhe deutlich. Unterwegs dahin gibt es verschiedene View Points und Trails, je nach Zeit ist da sicher der ein oder andere lohnenswerte Abstecher dabei. Mit etwas Glück kann man am Alpine Visitor Center Elche sehen, auf jeden Fall aber einige Hirsche und Waitipis. Vom Alpine Visitor Center geht es dann über kurvenreiche Strecke weiter zum Tagesziel nach Grand Lake. Grundsätzlich muss man allerdings erwähnen, wer schon erfahrener USA Reisender ist und viele National Parks gesehen hat, der wird vom Rocky Mountain NP etwas enttäuscht sein, wir haben ihn uns etwas spektakulärer vorgestellt, aber das hatten wir vorher schon oft gelesen. 1 Tag reicht völlig aus um durch den Park zu fahren mit dem ein oder anderen Foto Stop. Alpine Wanderfans brauchen da sicher viel mehr Zeit.

Grand Lake ist ein nettes kleines Örtchen mit hübschen Souvenier Läden, Restaurants und allerlei amerikanischem Kitsch, man kann alles zu Fuß erkunden und den Tag ganz gemütlich bei einem Bier ausklingen lassen. Übernachtet haben wir in der Lone Eagle Lodge, nicht günstig für 165 € die Nacht im Zimmer mit Queesize Bett ohne Frühstück, dafür aber sauber, total gemütlich und schön gelegen um alles zu Fuß zu erreichen.

Etappe 2: von Grand Lake nach Grand Junction (425 km)

Am nächsten Morgen ging es früh 07:00 Uhr los bei 2°C, in der Nacht hatten wir Frost, das Auto war vereist und auch auf den Wegen waren kleine Pfützen zugefroren. Frühstück gab es in der Lodge aus der Kühltasche, 2 Kaffee aus dem Coffee Shop für 10 USD, dann ging es los in Richtung Grand Junction. Heute war es eine reine Fahrstrecke ohne größere Stops. In Grand Junction hatten wir als Zwischen Übernachtung das Days Inn by Wyndham Grand Junction gebucht, Doppelzimmer mit Queensize Bett, Preis 96 € inclusive Frühstück. Das Hotel hat einen schönen Pool zum relaxxen und direkt gegenüber gibt es ein Applebee`s Restaurant, eines unserer Lieblingslokale in USA.

Etappe 3: von Grand Junction nach Moab (330 km)

Colorado National Monument

Frühstück im Hotel war so weit in Ordnung, leider verbunden mit dem vielen Müll der dabei anfällt da alles aus Plastik oder Styropur ist. Nach dem Frühstück ging es wieder auf die Road, genauer auf die Monument Road oder auch Scenic Bypass genannt in Richtung Colorado National Monument. Zufahrt kostet 25 USD, da hier der National Park Pass nicht gilt, allerdings bekommen Pass Inhaber 5% Rabatt auf den Eintrittspreis. Für die Fahrt durch das Colorado National Monument sollten mindestens 2 bis 3 Stunden eingeplant werden, bis man dann in Fruita wieder auf die Interstate 70 kommt.

Moab

In Fruita geht es dann auf der Interstate 70 weiter bis Agate, dort haben wir die Interstate verlassen und sind weiter auf dem Hwy 6 Richtung Moab gefahren, direkt zu unserer nächsten Übernachtung für 4 Nächte, dder River Canyon Lodge in Moab, Standard Zimmer mit Queensize Bett, Preis für 4 Nächte 712 €, ohne Frühstück. Die Lodge ist zentral in Moab gelegen, Restaurants und kleine Shops in Gehweite, auch der Pool ist zu empfehlen, schön groß und zum schwimmen geeignet. Zu empfehlen ist das Spitfire Smokehouse + Taps - Restaurant ganz in der Nähe, günstige Pitcher Bier und Menüs zum selber zusammen stellen. Das schöne ist, man kann auch draußen sitzen.

Dead Horse Point State Park

Am Nachmittag ging es dann zum Dead Horse Point State Park. Wir hatten Glück und es war nicht all zu viel los, Sonnenschein, tolle Sicht und eine schöne Anfahrt zum Park. Am Entrance Point wären eigentlich 20 USD fällig gewesen als Park Entrance Fee, aber die Dame war so begeistert, dass wir schon zum zweiten Mal hier waren und dann noch aus Deutschland, das wurde belohnt mit freier Einfahrt. Im Gegensatz zum letzten Besuch hier vor einigen Jahren wurde viel neu gebaut, ein großes Visitor Center am Eingang, Toiletten und Aussichtspunkte wurden gesichert. Wir fanden es vorher schöner, aber die Aussicht auf den Colorado River ist immer wieder sehenswert.

Arches National Park

Am nächsten Tag ging es früh 08:00 Uhr in den Arches National Park. Auch hier war eine vorherige Reservierung notwendig, ohne Permit keine Einfahrt. Daher war an der Parkeinfahrt auch keine lange Wartezeit, da die Permits mit Zeitfenster zur Einfahrt ausgegeben wurden. Nach der Einfahrt war erst mal Piknik angesagt mit tollem Blick auf die roten Felsen, die heute leider nicht ganz so toll leuchteten, da das Wetter etwas durchwachsen war trotz Temperaturen um die 30°C. Nach dem Frühstück haben wir den Trail zum Delicate Arche in Angriff genommen, hin und zurück ca. 12 km, bei der Hitze recht anstrengend, ausreichend Wasser ist hier Pflichtprogramm. Am Delicate Arche waren natürlich einige Besucher die geduldig auf ein Foto mit dem Arche warteten, aber alles noch recht überschaubar. Der Rückweg war dann etwas anstrengend, da der Regen den Weg recht rutschig machte, aber alles in allem ein tolles Erlebnis. Der Arches National Park ist auf jeden Fall einen Besuch wert, für uns mit einer der schönsten Parks, wir kommen sicher auch noch ein drittes Mal wieder.

Canyonlands National Park

Zum Glück hatten wir in Moab 4 Nächte geplant. Daher hatten wir aus Sicherheit für den Arches National Park 2 Permits gebucht an 2 verschiedenen Tagen und am dritten Tag hatten wir den Canyonlands National Park geplant für den man aktuell kein Permit benötigt. Nun gibt es ja die ganz harten die dann immer den coolen Spruch auf Lager haben, dass es kein schlechtes Wetter gibt sondern nur schlechte Kleidung, also da sind wir leider anderer Meinung, doch es gibt schlechtes Wetter und da macht es überhaupt keinen Spaß. Der Cayonlands National Park bei Regen ist so ein Beispiel. Am geplanten Besuchstag hatten wir wirklich schlechtes Wetter. Wir haben zwar alles so weit besucht, aber die Fotos zeigen deutlich, war halt nicht so toll. Zum Glück hatten wir noch den Reservetag, Glück im Unglück, bestes Wetter, Sonnenschein, also den Canyonlands National Park noch mal gemacht.

Canyonlands National Park bei Regen
Canyonlands National Park bei Sonnenschein

Etappe 4: von Moab nach Torrey (350 km)

Heute ging es noch vor dem Frühstück los, wir wollten unterwegs irgendwo an einer schönen Stelle frühstücken. Dazu kam uns der Green River State Park in Green River gerade recht. Tagesticket kostet 7 USD, braucht man nicht unbedingt, aber dafür konnten wir schön am Ufer des Green River frühstücken und dort den Sonnenaufgang geniessen. Von dort ging es weiter auf dem Hwy 24 zum Goblin Valley State Park. Der State Park hat uns in zweierlei Hinsicht überrascht, einmal der Eintrittspreis in Höhe von 25 USD ist doch schon ganz schön happig, zumal das Weekend Ticket 5 USD mehr kostet als das Wochenticket, aber dafür waren wird dann echt begeistert vom Park selber. Tolle Steinskulpturen in bizzarer Landschaft, alles frei begehbar ohne Einschränkungen oder Absperrungen. Es gibt Picknik Areas, Toiletten, Parkplätze, ein Visitor Center und man kann auch in kleinen Iglus übernachten.

Goblin Valley State Park

Capitol Reef National Park

Vom Goblin Valley State Park ging es wieder zurück auf den Hwy 24 und direkt weiter zum Capitol Reef National Park. Man musste etwas Geduld haben, da die Straße im Park gerade neu geteert wurde, da diese nach Erdrutschen und Flash Flood stark beschädigt war. Zum Glück konnten wir überhaupt wieder die Straße befahren, kurz vorher war der Park komplett geschlossen. Einige Trails waren noch nicht frei gegeben, aber das meiste konnte man wieder besuchen. Sehenswert ist vor allem der Goosenecks Point, dazu fährt man vom Hwy 24 links ab, die Straße ist zwar nicht komplett geteert, aber trotzdem gut befahrbar. Ein kurzer Trail führt zu einem tollen Aussichtspunkt, für uns mit eines der Highlights des Parks. Ansonsten ist der Park schnell erkundet, ein halber Tag reicht aus, wenn man nicht längere Trails machen möchte.

Wenn man auf dem Hwy 24 weiter fährt, kommt man direkt nach Torrey, ein kleines Örtchen mit einigen Hotels, Tankstelle und Restaurants. Hier haben wir übernachtet, 2 Nächte im Broken Spur Inn & Steakhouse, Doppelzimmer mit 2 Queensize Betten inklusive Frühstück für 251 €. Das Hotel liegt sehr schön ruhig, hat ein kleines Indoor Schwimmbad und ein angeschlossenes Steakhouse. Frühstück war in Buffettform und auch ganz OK, Abends sollte man im Restaurant reservieren wenn man dort essen möchte, Preis Leistungsverhältnis stimmt hier, 2 Hauptgerichte Dessert und jeweils ein Getränk für 65 USD. Als wir dort waren, wurde im Restaurant kein Alkohol ausgeschenkt, warum wissen wir nicht. Direkt am Hotel gibt es eine Tankstelle und dort direkt daneben gibt es auch ein Subway Fast Food Lokal.

Fish Lake (National Forest)

Von Torrey aus mussten wir einen ungeplanten Abstecher nach Richfield machen, wir mussten unbedingt in eine Walmart Phamacy da wir einige Medikamente brauchten, da sich Andreas den Ichias Nerv eingeklemmt hat und in und um Torrey nichts dergleichen zu bekommen war. OK, die Strecke war ca. 140 km hin und das gleiche zurück, aber auf halber Strecke haben wir dann Picknik gemacht am Fish Lake, der liegt zwischen Fremont und Burrville und hat uns super gut gefallen. Der Fish Lake ist wie der Name schon sagt sehr fischreich, das sieht man auch an den vielen Anglern dort. Schöne Picknik Areas, schöner See, schöner Wald und absolute Ruhe hat die Fahrt etwas entschädigt.

Etappe 5: von Torrey nach Tropic (200 km)

Kodachrome Basin Sate Park

Nach dem Frühstück im Hotel ging es dann weiter auf dem Hwy 12 in Richtung Escalante und Tropic. Die Strecke auf dem Hwy 12 ist wirklich schön zu fahren und bietet unzählige Fotostops. Eigentlich wollten wir in Escalante noch den State Park besuchen, der war aber leider auf Grund von Flash Flood geschlossen. Daher ging es direkt weiter zum nächsten Ziel, dem Kodachrome Basin State Park. Der kleine State Park ist überaus sehenswert, kurze Trails sind schnell abgewandert, wir haben uns etwa 4 Stunden Zeit für den Park genommen.

Vom Kodachrome Basin State Park waren es dann noch 20 min Fahrt bis zu unserem Hotel, dem Bryce Pioneer Village. Hier hatten wir eine Cabin gebucht mit Queensize Bett für 2 Nächte ohne Frühstück zum Preis von 197 €. Man muss sagen, die Lodge ist mit eines der besten Hotels unserer Reise gewesen. Die Cabin war einfach ausgestattet, gemütlich und hatte einen kleinen umzäunten Aussenbereich mit Hängematte, Feuerstelle und 2 Stühlen. Innerhalb der Lodge gab es ein Restaurant mit Live Musik, einen Pool, Feuerstelle und Caravan Stellplätzen. Kaffee gab es in der Lobby for free. Das Restaurant hatte auch Aussenplätze an der Feuerstelle, das Essen war gut und die Preise stimmten. Nachos mit Dip für 7 USD, Burger mit Pommes 13 USD, Fish & Chips mit Onionrings 11 USD, 2 Bier je 5 USD, Popcorn gab es for free dazu.

Bryce Canyon National Park

Vom Hotel braucht man etwa eine halbe Stunde bis zum Bryce Canyon National Park. Der Park war gut besucht und auch einige Busse mit asiatischen Touristen standen am Visitor Center gleich nach der Park Einfahrt, so dass wir erst mal schnell weiter gefahren sind einmal komplett durch den Park bis ans Ende zum Rainbow Point. Dann die ganze Strecke zurück von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt, einer schöner als der andere. Am Inspiration Point zweigt dann noch eine Straße rechts ab zum Bryce Point und zum Paria Point. Hier kann es passieren, dass die Zufahrt wegen Überfüllung gesperrt ist und man es später noch mal versuchen muss.. Vom Sunrise Point aus sollte man den Trail nach oben zu den zwei Aussichtspunkten laufen, anstrengend aber echt toll. Im Bryce Canyon National Park kann man durchaus auch 2 Tage verbringen und auch die Trails die nach unten führen abwandern. Als wir dort waren war es allerdings sehr überlaufen und damit auch die Trails recht voll.

Etappe 6: von Tropic nach Page (290 km)

Coral Pink Sand Dunes State Park

Auf dem Hwy 89 ging es weiter in Richtung Kanab. Einige Meilen vor Kanab geht es rechts ab zum Coral Pink Sand Dunes State Park, den man auf jeden Fall mit besuchen sollte wenn man etwas Zeit hat. Der State Park überrascht mit großen Sanddünen und ist eigentlich ein großer Sandkasten mit viel viel Sand. Hier kann man allerlei Spaß haben, von Buggy fahren bis Snow- oder besser Sandboarden. Bretter kann man im Visitor Center ausleihen, aber der Weg zu den Sanddünen hat es in sich, feinster Sand macht das Laufen anstrengend, vor allem wenn man um die Mittagszeit dort ankommt. Wer nur mal schauen möchte und keine größeren Aktivitäten vor hat, kommt mit 2 Stunden vor Ort gut hin.

Vom Coral Pink Sand Dunes State Park ging es direkt weiter nach Page zu unserer Unterkunft dem Rodeway Inn at Lake Powell direkt am South Lake Powell Boulevard, ein einfaches Motel mit Pool, 2 Nächte mit einfachem Frühstück für stolze 232 €, aber zu unserer Zeit war in Page alles ausgebucht, so das wir in den sauren Apfel beißen mussten. OK, die Lage des Motel ist schön zentral, man hat einige Restaurants in Gehweite, zu empfehlen ist die Grand Canyon Brewing & Distillery , gutes Essen, gutes Bier zu vernünftigen Preisen in schönem Ambiente oder auch das mexikanische Restaurant Fiesta Mexicana direkt neben dem Motel. Eigentlich wollten wir mal im Lake Powell baden, aber leider war an den 2 Tagen so win Sandsturm rund um den See, da war an baden nicht zu denken, leider.

Antelope Point Boat Tour

Da wir am Nachmittag damit noch etwas Zeit hatten, sind wir zur Antelope Point Marina gefahren, vorbei am Upper und lower Antelope Canyon für den wir am nächsten Tag ein Permit hatten. An der Visitor Information in der Marina haben wir dann spontan eine Bootstour in den Antelope Canyon gebucht, Ticket Preis pro Person 50 USD. Vom Visitor Center wurden wir mit Golf Cars zur Marina gefahren, die uns echt beeindruckt hat. Eine riesige Anlage mit unzähligen Schiffen und Booten, Restaurants, Bootstankstelle und der Anlegestelle für unsere gebuchte Tour. Die Uhrzeit für die Tour war perfekt, tiefstehende Sonne, tolle Farben und eine echt Klasse Bootstour in den Antelope Canyon. Dauer der Bootstour eine reichliche Stunde, schöne entspannt und ohne Streß.

Lower Antelope Canyon

Für den nächsten Tag hatten wir vorab den Lower Antelope Canyon bei Ken`s Tours gebucht. Für 2 Personen 130 USD vorab in Deutschland gebucht und bezahlt, das ging problemlos auf der Homepage von Ken`s Tours. Der Check In vor Ort ging relativ schnell und problemlos über die Bühne, zu beachten ist, Maskenpflicht auf der gesamten Tour (Indianer Gebiet), keine Videocameras erlaubt nur Digicam mit Foto Funktion und Handy, keine Rucksäcke oder Taschen, nur kleine transparente Umhängetaschen waren erlaubt. Die Tour dauert etwa 1,5 Stunden, gehbehindert sollte man nicht sein da einige Treppen und Leitern zu bewältigen sind, aber diese Anstrengungen sind schnell vergessen wenn man einmal im Canyon drin ist. Viel kann man dazu nicht schreiben, das muss man einfach selber erlebt haben, ich denke die Fotos sprechen da für sich selbst.

Etappe 7: von Page nach Williams (630 km)

Von Page ging es für uns weiter in Richtung Grand Canyon North Rim. Auf der kurvenreichen Strecke lohnt sich ein kurzer Stop an der Historical Navajo Bridge die über den Marble Canyon führt. Parallel zur Auto Brücke gibt es auch eine Fußgänger Brücke, hier kann man sehr schöne Fotos machen,ein schöner Stop in Richtung Grand Canyon North Rim.

Grand Canyon (North Rim)

Am Grand Canyon North Rim waren wir schon einmal vor einigen Jahren. Damals sind wir für 3 Tage von Las Vegas aus dahin gefahren und haben dort in einer der Cabins der Grand Canyon Lodge übernachtet (hier der Link zum Reisebericht). Leider ging es uns damals nicht so gut und wir konnten nicht all zu viel unternehmen, da uns ein Magen Darm Virus flach gelegt hatte. Daher wollten wir unbedingt noch mal zum North Rim. Leider war die Grand Canyon Lodge noch nicht wieder voll in Betrieb nach Corona, so das wir in Jakob Lake  im Motel Jakob Lake Inn übernachten mussten, ca. 50 km vom North Rim entfernt. Das Jakob Lake Inn war wirklich ganz nett, kleine gemütliche Cabins mit einfacher Ausstattung schön im Wald gelegen, Cabin für 2 Personen pro Nacht für 89 € ohne Frühstück. Auch das Restaurant kann man empfehlen, preiswert und gut, auch eine kleine Bakery ist vorhanden.

Grand Canyon (South Rim)

Nach einer ruhigen Nacht freuten wir uns nun auf den Grand Canyon South Rim. Nach einem Frühstück in der Cabin des Jakob Lake Inn Motel ging es daher auf direktem Weg dort hin. Da wir schon 2011 einmal dort waren (hier gehts zum Reisebericht), haben wir uns diesmal mehr auf die Punkte konzentriert, die wir damals zeitlich nicht geschafft haben. In den National Park rein gefahren sind wie dieses mal über den East Entrance und haben die Aussichtspunkte an der Strecke in Richtung Visitor Center am Mother Point abgefahren. Dann ging es weiter zur Westseite des Grand Canyon, dort vorbei an den Lodges des South Rim mit seinen tollen Aussichtspunkten und dann noch zur Train Station des Grand Canyon. Nach einem schönen Tag im Nationalpark hatten wir dann noch die Fahrt nach Williams vor uns, dort hatten wir eine Nacht im Red Roof Inn Plus gebucht, Doppelzimmer ohne Frühstück für 89 €. Im Motel gibt es Kathy`s Steakhouse, ein nettes Lokal, Rindersteak 8oz für 23 USD inklusive Beilagen, dazu ein Bier für 6 USD. Ansonsten war das Motel recht einfach, die Poolanlage war leider geschlossen und so wie es dort ausgesehen hat, war das schon länger so.

Williams

Williams Train Station

Am Samstag Morgen sind wir 9 Uhr im Hotel los gefahren und hatten Glück, denn um 09:30 Uhr fährt von Williams der Touristen Zug zum Grand Canyon los. Mit etwas Glück wird dieser Zug von der alten Grand Canyon Dampflock gezogen oder in Kombination mit einer der neueren Diesel Lokomotiven. Ein Spektakel was man sich nicht entgehen lassen sollte, schon die Abfertigung der Passagiere ist noch traditionell vom lochen der Fahrkarte bis hin zu den Kostümen der Schaffner und auch einige Cowboys auf Pferden begleiten die Abfahrt des Zuges.

Etappe 8: von Williams nach Kingman (220 km)

Der heutige Tag steht ganz im Zeichen der legendären Route 66. Von Kingman kommend geht es kurz hinter Ash Fork von der Interstate 40 ab auf die historische old Route 66. Der erste sehenswerte Ort ist dann Seligman, ein Sammelsurium aus alten Gebäuden, alten Fahrzeugen, Tankstellen, Souvenier Shops, kleinen Restaurants und Unmengen an Touristen. Wenn man Glück hat und kein Reisebus in der Nähe ist, dann ann man recht gemütlich durch Seligman laufen und bekommt ein Gefühl, wie es früher einmal hier ausgesehen haben muss. Authentisch ist das Ganze auf jeden Fall nicht mehr. Auch der weitere Verlauf der legendären Route 66 über Peach Springs, Truxton, Valentine bis nach Kingman ist wenig spektakulär. Unterwegs gibt es verfallene Motels und das ein oder andere noch künstlich am Leben gehaltene Route 66 Highlight. In Kingman haben wir dann im Motel 6 Kingman - Route 66 West übernachtet, ein ordentliches und sauberes Motel 6, mit Pool, ohne Frühstück, Preis pro Nacht 90 €.

Etappe 9: von Kingman nach Lake Havasu City (140 km)

Oatman

Da wir es bei diesem Road Trip etwas entspannter angegangen sind, wollten wir nicht direkt nach Las Vegas fahren sondern haben noch einen Abstecher nach Lake Havasu City eingebaut. Ein Grund für diesen Abstecher war auch der, dass wir bisher noch nie durch Oatman gefahren sind, aber unbedingt mal diesen Ort mit seinen Eseln besuchen wollten. Von Kingman fährt man auf der Oatman Road über den Sitgreaves Pass eine recht anspruchsvolle Strecke, sehr kurvenreich, keine Randbegrenzungen oder Leitplanken direkt nach Oatman. Der Ort selber ist ganz nett und durchaus einen Besuch wert und das nicht nur wegen der Esel. Täglich 15:30 Uhr findet eine kleine Schießerei mit Banküberfall statt, man kann eine verlassene Mine besuchen oder besucht das ehemalige Oatman Hotel und isst dort eine Kleinigkeit. Pulled Pork Burger mit Eselsohren (Chips), Pommes mit Käse und jeder ein Getränk, das Ganze für 40 USD. Parken kann man auf diversen Parkplätzen, jeweils am Ortsein- oder Ausgang, je nach dem von wo man kommt.

Hier geht es demnächst weiter mit unserem neuen Reisebericht von Denver nach Las Vegas.

Aktuell sichten wir noch alle Fotos, also noch etwas Geduld, wir arbeiten dran!