Insider Tipps USA

(Reiseinformation Stand März 2024)

ESTA

Bevor man überhaupt eine Reise in die USA beginnt, muss man erst mal abfragen, ob man überhaupt einreisen darf, Dafür muss online das ESTA Formular ausgefüllt werden und man muss die Bestätigung erhalten haben, das die Einreise auch genehmigt wurde. Das macht man vor Reise Beginn auf der offiziellen ESTA Seite (https://esta.cbp.dhs.gov). Dort findet man das Formular in mehreren Sprachen zusammen mit einer Ausfüllhilfe. Wichtig ist, das man das Formular nach Abschluss ausdruckt und während der gesamten Reise mitführt, wir sind auf jeden Fall mehrfach danach gefragt worden. Wichtig ist, ESTA unbedingt auf der offiziellen Seite machen, es gibt viele Fake Seiten oder Vermittler die wesentlich mehr Geld verlangen. ESTA kostet für die Einzelausfertigung 21 USD pro Person!

Secondary Security Screening Selection

Secondary Security Screening Selection bezeichnet eine besondere Maßnahme zur Flugsicherheit, die in den USA  von einigen Fluggesellschaften angewandt wird. Dabei werden Passagiere beim Einchecken aufgrund von bestimmten Kriterien ausgewählt und die Bordkarte mit dem Kürzel SSSS versehen. Beim Online Check In merkt man es daran, dass man meist eine Info bekommt, das die Bordkarte nicht erstellt werden kann, erst mal ein Schreck aber meist ist SSSS dran schuld. Ist man davon betroffen, dann wird man zu einer zusätzlichen Sicherheitskontrolle gebeten, meist direkt am Gate, dort wird dann noch mal das Handgepäck kontrolliert und ein Screening auf Sprengstoff durchgeführt. Das wars dann auch schon. Ich hatte dieses Erlebnis mehrfach, immer der gleiche Ablauf, also keine Bange.

Einreise

Seit einigen Monaten ist das bisher bei der Einreise auszufüllende Zoll Erklärungsformular nicht mehr Pflicht und wird in der Regel auch im Flugzeug nicht mehr ausgegeben. Nur wenn man etwas beim Zoll deklarieren möchte, dann muss das Formular nach wie vor ausgefüllt werden. Daher haben wir es mal hier mit stehen lassen, damit kann man sich vorab schon mal mit den Fragen befassen.

Am ersten Flughafen in den USA muss man sein aufgegebenes Gepäck abholen, auch für den Fall das man einen Anschlussflug hat und das Gepäck bis an den Zielort eingecheckt wurde. Mit dem Gepäck geht man durch die Zollkontrolle und gibt dann das Gepäck in der Regel direkt nach der Kontrolle wieder ab. Keine Angst, das ist ein Routine Ablauf und ist absolut easy zu handeln, auch wenn der Anschlussflug recht knapp ist, funktioniert das in der Regel.

Immigration

Wenn man am ersten Flughafen in den USA ankommt, dann holt man nicht sein Gepäck, sondern wird zuerst zur Immigration geleitet. Je nach Ankunftsflughafen kann das sehr schnell gehen, kann aber auch mal sehr lange dauern, je nach dem wie groß der Flughafen ist. Wenn man zum Schalter kommt, gibt man dem Officer seinen Pass und wird dann einige Fragen beantworten müssen. Hier sollte man aufpassen und genau zuhören was man gefragt wird. In der Regel wird nach dem Grund der Reise gefragt, wie lange man bleiben möchte, wo man zuerst übernachtet, was man im Land unternehmen möchte, evtl. auch mal Details zum Reiseplan oder auch mal nur Small Talk übers Wetter. Wenn man kein oder nur schlecht englisch spricht, ist es auch kein Problem wenn man mit seinem Partner zum Schalter geht und sich gegenseitig hilft. Dann wird meist ein Foto gemacht und es werden Fingerabdrücke (elektronisch) genommen. Wenn man sehr oft in die USA reist, wird das mit der Zeit immer weniger, bei meiner letzten Reise musste ich weder Foto machen noch Fingerabdrücke abgeben. Manchmal bekommt man einen Stempel in den Pass, oft aber auch nicht.

Wenn man dann durch die Immigration durch ist, dann holt man seinen Koffer und je nach dem, wenn man einen Anschlussflug hat, gibt man den Koffer nach dem Durchgang beim Zoll direkt wieder bei der gebuchten Airline ab und der Koffer wird wieder verladen. Ist man an seinem Zielort angekommen und hat keinen Anschlussflug, dann geht man direkt zum Ausgang und es heißt, willkommen in den USA.


Was kostet eine USA Reise

Wir werden immer wieder gefragt, was kostet eine USA Reise mit allem drum und dran. Daher haben wir uns mal die Mühe gemacht und alles aufgeschrieben was wir so ausgegeben haben. Damit man auch vergleichen kann, hier die Kosten für eine 2 wöchige USA Reise, 2 Erwachsene, Mittelklasse Hotels DZ (keine Motels!), Mietwagen war ein Full Size SUV, Flüge ab Dresden über Zürich nach LA und zurück. Essen in Restaurants nur Abends (incl. Dessert und Getränke), Mittags gab es Imbiss aus der Kühltasche.

Dollar Kurs war im Juli 2023 1 € = 1,10 USD, teilweise noch schlechter!

  • Preise Beispiel für eine 3 Wochen Reise!
  • 2 Flüge Economy Class: 1300 € + ca. 300 € Sitzplatz Reservierung (Hin- und Rückflug)
  • Mietwagen SUV Midsize: 1500 € bis 1800 € für 3 Wochen
  • Hotel / Motel (Doppelzimmer) je nach Ort zwischen 90 € bis 200 € pro Zimmer / Nacht,
  • in einigen Hotels kommt evtl. noch ein Resort Fee dazu!
  • Benzin: 450 € (bei ca. 5000 km)
  • Essen in Restaurants: Frühstück Tellergericht mit O-Saft und Kaffee 25 USD / Person
  • Abendessen Tellergericht plus ein Bier ca. 30 bis 50 USD / Person
  • Mittags Fast Food plus 1 Getränk ca. 20 bis 25 USD / Person
  • Shopping pro Person: 430 € (max. Zollfreibetrag)
  • Eintritt / Parken: 200 €
  • 2. Gepäckstück Rückflug: 100 €
  • Sonstige Nebenkosten: 800 € (Selbstverpflegung, Getränke)
  • Trinkgelder (Tip) Restaurant zwischen 20 bis 25 % vom Rechnungspreis

Essen gehen

Wir werden oft gefragt, was kostet es wenn man in den USA Essen geht. Fast Food wollen wir hier nicht betrachten, da wir das so gut wie nicht nutzen, evtl. mal Subway, aber alles andere ist nicht so unser Ding. Wir gehen sehr gern in Sportsbars oder in normale Restaurants, gern auch mal Ketten wie Outback oder Longhorn Steak House, Applebey`s oder Chillis. Damit Ihr ein Gefühl bekommt was es so im Durchschnitt kostet in Restaurants, hier ein par Speisekarten diverser Lokale von der Ostküste zwischen Miami und New Orleans aus dem März 2024.

Tips für Selbstversorger

Sparen kann man auf Rundreisen auf jeden Fall bei der Verpflegung. Frühstück hat man evtl. noch im Hotel oder Motel, Abendessen kann man günstig in Family oder Fast Food Restaurants. Am Tag nutzen wir immer die Möglichkeit der Selbstversorgung. Gerade in den Nationalparks gibt es sehr schön gelegene Rastplätze mit Tischen und Bänken, teilweise mit Grill. Wir kaufen immer im Walmart ein, Getränke und Verpflegung. In den Motels gibt es meist Kühlschränke zum Vorkühlen, für den Transport am Tag nehmen wir eine Kühltasche die wir jeden Morgen mit Eiswürfeln füllen. Eis gibt es in jedem Motel aus dem Automaten. Am Anfang haben wir uns beim ersten Einkauf immer eine Kühltasche gekauft und die dann am Ende der Reise verschenkt. In letzter Zeit nutzen wir eine faltbare Kühltasche die wir immer wieder mit nach Hause nehmen können. Zur Stabilisierung haben wir unten eine flache Schale drin, die Schmelzwasser aufnimmt und der Tasche gute Stabilität verleiht. Hier mal ein paar Fotos davon.


Diebstahl aus dem Auto - Vorbeugen ist besser!

Man liest es immer wieder, man hört es von anderen, Diebstahl aus dem Auto. Grundsätzlich gilt natürlich immer, Wertsachen nicht im Auto zurück lassen, nichts sichtbar offen im Auto liegen lassen, Handschuhfach offen lassen um zu zeigen das es leer ist. Viele machen Ihren Roadtrip aber auch mit einem SUV und bei allen Fahrzeugen dieses Typs die wir bisher hatten, gab es leider keine Kofferraum Abdeckung wie wir die aus Deutschland kennen. Bei einem Roadtrip ist ja das Gepäck immer dabei, also was tun? Wir haben uns beholfen mit einer schwarzen Decke aus dem Walmart für 15 USD und einem 5 mm Stahlseil mit Zahlenschloß. Mit der schwarzen Decke decken wir alles im Kofferaum ab und das Stahlseil ziehen wir durch die Koffergriffe und befestigen es an den Ösen im Kofferraum.. Bei den meisten Autodiebstählen wird versucht, die Scheibe zu zerstören und schnell etwas aus dem Auto zu greifen und mitzunehmen. Das gelingt mit dem Stahlseil nicht so schnell, da die Diebe meist keine Zeit haben erst noch zu versuchen das Stahlseil zu kappen. Wir hatten bisher noch nie einen Versuch dieser Art und hatten mit diesem Trick auch immer ein recht sicheres Gefühl.

Maut

Immer wieder ein heiß diskutiertes Thema in diversen Foren ist das Thema Maut. Wenn man sich da belesen hat, ist man meist genau so schlau wie vorher. Grundsätzlich muss man unterscheiden, wo man gerade unterwegs ist, entweder an der West- oder an der Ostküste. An der Westküste gibt es nur sehr wenige Straßen oder Brücken die Maut pflichtig sind. Unter anderem sind dabei die Golden Gate Bridge in San Francisco oder die Bay Bridge in San Francisco. An der Ost Küste sieht es da schon anders aus, dort gibt es vor allem in Florida sehr viele Maut pflichtige Straßen und auch in New York und weiter im Norden ebenfalls.

Nun liest man immer wieder von diversen Transpondern wie z.B. den EZ-Pass usw. die man kaufen kann um den einen oder anderen Dollar zu sparen. Dazu kommen dann auch noch die Überredungskünste der Mietwagen Verleiher, die einem diverse Angebote aufdrängen wollen, von pauschalen Maut Abbos bis hin zu Miettranspondern und, und, und.

Wir haben bei unterschiedlichsten Vermietern gemietet und haben uns nie so ein Paket verkaufen lassen. Grundsätzlich kann man immer das so genannte Toll by Plate Verfahren nutzen, das heißt, man nutzt an der Mautstelle einfach die mit Toll by Plate gekennzeichneten Spuren und fährt einfach durch. Dabei wird das Kennzeichen erfasst meist durch blitzen und das war`s. Die Abrechnung erfolgt am Schluß durch den Mietwagen Betreiber auf der hinterlegten Kreditkarte mit einer kleinen Gebühr, die sich aber im Rahmen hält. Das hat bei uns bestens funktioniert bei Alamo, Thrifty, Budget, Avis und Dollar.

An einigen Mautstellen kann man auch Bar oder mit Krditkarte zahlen, das ist deutlich gekennzeichnet über den jeweiligen Fahrspuren.

Das gleiche gilt übrigens auch für die so genannten Express Lanes, dort wird genau so verfahren, das Kennzeichen wird erfasst und dann über die Kreditkarte abgerechnet.

San Francisco - Cable Car Pass

Für die San Francisco Cable Car lohnt sich auf jeden Fall ein Tages Ticket, der s.g. Muni Pass. Dieser kostet 13 USD für einen Tag und man kann damit unbegrenzt Cable Car fahren, den ganzen Tag auf allen Linien. Man kann den Pass auch einige Tage vor der Nutzung kaufen, da man im Pass das Start bzw. Gültigkeitsdatum selber ankreuzen kann.

Death Valley - Tipps

Da wir einige Probleme hatten, im Death Valley eine Unterkunft zu finden, findet Ihr hier eine Sammlung von Hotels und Motels direkt im Death Valley bzw. in der näheren Umgebung ausserhalb des Nationalparks. Diese Zusammenstellung haben wir vom Park Ranger bekommen, Stand ist Oktober 2010. Zusätzlich findet Ihr hier auch zwei Maps zur Orientierung wo sich die einzelnen Orte befinden.

Hotels und Motels

Grundsätzlich ist es kein Problem Motels oder Hotels in den USA zu finden. Natürlich kommt es ganz auf die Reisezeit drauf an und natürlich die Gegend. Vor allem an touristischen Highlights und hochfrequentierten Nationalparks ist es schwierig in der Hochsaison etwas zu bekommen. Wir haben Beides probiert, während der ersten Rundreise haben wir direkt täglich vor Ort nach Hotels oder Motels gesucht, was teilweise recht schwierig war und man musste auch schon sehr frühzeitig am Abend oder späten Nachmittag damit beginnen.

Meistens haben wir von Deutschland aus vorgebucht und alle Hotels und Motels in Ruhe von zu Hause ausgesucht. Schöner Nebeneffekt dabei war, daß man sich Abends Zeit lassen konnte in den Parks , denn die Unterkunft war ja sicher und fest gebucht. Einige Hotel Portale bieten auch individuelle kurzfristige Stornierungen an, damit bleibt man flexibel und kann die Strecke bei Bedarf anpassen. Bezahlt haben wir dann meistens direkt im Hotel.

Bei der Buchung sollte man auch mal nach Hotels oder Motels schauen, die Frühstück im Zimmerpreis includiert haben. Bei den Restaurantpreisen in USA ist es manchmal besser ein Hotel mit Frühstück zu buchen, auch wenn der Zimmerpreis etwas teurer ist, meist rechnet es sich doch und man spart sogar dabei. Die Qualität des angebotenen Frühstücks kann aber auch sehr unterschiedlich sein, also dafür auch mal in diverse Hotel Bewertungsportale schauen oder auf unserer Seite, wir erwähnen gute Frühstück Hotels in unseren Reiseberichten.

Anual Pass - America the Beautiful

Absolut empfehlenswert ist der Anual Pass, der unbegrenzten Zugang in alle Nationalparks der USA und auch für einige National Monument Parks preisgünstig sichert. Der Pass kostet 80 USD und ist dann für ein Jahr gültig. Den Pass kann man bei Besuch des ersten Nationalparks erwerben und hat 2 Unterschriftsfelder. Das erste Feld ist für den Inhaber, der dann auch entscheiden kann, ob er noch einen weiteren Berechtigten eintragen möchte. Der Pass ist gültig für 1 Fahrzeug inklusive aller Insassen. Wenn man bedenkt, das einige Nationalparks 25 USD Eintritt kosten pro Tag, dann merkt man schnell, dass man hier ordentlich sparen kann. Zum Pass gehören eine Info Broschüre und ein Hangtag für den Spiegel, in den man den Pass einlegen kann.

National Park Karten für unterwegs

Es gibt zwar in den jeweiligen Visitor Centern der Nationalparks umfangreiches Kartenmaterial für umsonst, aber manchmal haben die VC früh noch geschlossen oder man will sich vorab informieren, dafür gibt es chimani.com als App. Für alle 59 U.S. National Parks gibt es dort Material, die Karten kann man auch offline nutzen und die App ist kostenlos.

Trinkgelder (Tip)

Trinkgelder oder wie in USA genannt Tip, erhitzt immer wieder die Gemüter und füllt unzählige Foren mit Beiträgen dazu. Wir haben dazu eine ganz eigene Meinung und sind damit bisher auch sehr gut zurecht gekommen. Da ich auch dienstlich viel in USA unterwegs war, haben mir auch viele amerikanische Partner den ein oder anderen Rat gegeben.

Grundsätzlich gilt für uns: Good Service - good Tip und No Service - no Tip.

InRestaurants wird grundsätzlich Tip erwartet, hier geben wir bei ordentlichem Service immer um die 15 bis 20 % vom Rechnungsbetrag, wenn es sehr gut war auch mal 25 %, mehr aber auf keinen Fall. Ist der Service schlecht, der Kellner unfreundlich, dann runden wir auch mal nur auf und gut ist. In Fast Food Lokalen mit Selbstbedienung wird kein Tip gegeben, auch wenn man neuerdings beim Zahlen mit Karte den Tip extra abwählen muss.

Manchmal ist der Tip auch schon direkt auf der Rechnung mit eingerechnet, dann geben wir auch nichts mehr extra.

Taxifahrer oder Uber erwarten auch Tip, auch hier je nach Service zwischen 10 und 25 %. Wenn er missgelaunt im Auto sitzt, ich meine Koffer selber einladen muss, dann runde ich auch nur auf.

Jetzt wird man immer wieder zu hören bekommen, dass ja die Restaurant Angestellten, der Zimmerservice usw. so wenig verdienen, dass diese auf das Trinkgeld angewiesen sind, auch das stimmt so nicht mehr, dass haben mir auch viele Amerikaner bestätigt.

Im Hotel war es üblich, dem Zimmerservice pro Tag etwa 2 USD / Person hin zu legen, wenn man aber aktuell in den Hotels oder Motels übernachtet, da wird gar kein Zimmer Service mehr automatisch gemacht, sondern man muss ihn extra anfordern. Wenn ich das nutze gibt es auch Tip, wenn nicht, dann auch kein Tip.

Fazit, jeder muss selber entscheiden wie er damit umgeht. Wir lassen uns da auch kein schlechtes Gewissen einreden sondern hören auf unser Bauchgefühl und das hat uns bei den vielen USA Reisen bisher immer gut beraten.